Archiv für April 2015

Abt. Diskurswerfen:

April 27, 2015 - Willi Magel
"wir haben ja immer wieder das Problem, uns die Unendlichkeit des Universums vorzustellen. Man denkt sich in diese endlose Weite hinein, kann einige große Entfernungen gedanklich zurücklegen, aber irgendwann ist ende für unsere Vorstellungskraft."

Das Universum hat eine endliche Größe - einen Durchmesser von ca. 46 Milliarden Lichtjahren. Aber diese schiere Größe ist absolut unvorstellbar, darin hast Du völlig recht. Oder, wie ein Astronom einmal sagte: es überschreitet unsere Vorstellungskraft, uns vorzustellen, um wie weit das Universum unsere Vorstellungskraft überschreitet.

Das ist tatsächlich ein Argument gegen Gott. Ich beschreibe das mit einer Analogie:

Wir erwachen in einem Raum in einem Haus, ohne zu wissen, wie wir dahin gekommen sind. In diesem Raum gibt es genügend Wasser, atembare Luft, genügend Lebensmittel, es ist nicht zu heiß, nicht zu kalt, nicht zu feucht, nicht zu trocken, nicht zu dunkel, nicht zu hell. Wir können also darin leben. Materialien, um den Raum nach unseren Vorstellungen zu gestalten ist auch da.

Unter diesen Bedingungen: Für wie groß muss man die Wahrscheinlichkeit halten, dass der Architekt dieses Hauses das Gebäude und den Raum darin extra für uns geschaffen hat?

Für sehr hoch. Der "Architekt" hat etwas geschaffen, was im Großen und Ganzen uns das Leben ermöglicht.

Aber nun nehmen wir mal an, wir entdecken, dass es weitere Räume im Haus gibt. Nur ist es extrem schwer, in diese zu gelangen, weil die Flure dahin absolut tödlich für uns sind. Und jeder dieser Räume wiederum ist so gestaltet, dass ein Wohnen darin für uns unmöglich ist: Manche Räume enthalten ein Vakuum, das uns innerhalb von 30 Sekunden töten würde. Andere sind hochgiftig, wieder andere würden uns sofort zu Asche verbrennen oder zu Eis gefrieren lassen. Einige enthalten eine Strahlung, die tödlich für uns ist. Und alle unsere Mittel reichen nur aus, die Räume in unmittelbarer Nähe zu betreten, wenn wir uns ausreichend schützen - aber das ist eine gefährliche Tour für wenige Menschen, die uns an den Rand unserer Fähigkeiten bringt.

Es gibt aber nicht nur ein paar tödliche Räume in diesem Haus, sondern es gibt Tausende und Abertausende davon.

Unter diesen Bedingungen: Für wie groß muss man die Wahrscheinlichkeit halten, dass der Architekt dieses Hauses das Gebäude und den Raum darin extra für uns geschaffen hat?

Für nahe NULL. Ein Hundefloh hat mehr Berechtigung, zu behaupten, der Hund sei nur für ihn geschaffen worden, als wir, dass dieses Haus irgendwie für uns gemacht worden ist.

Wenn der Architekt uns beeindrucken wollte - wieso ist das, was uns beeindruckt, dann absolut tödlich für uns, oder unerreichbar? Warum sind die meisten Räume vor uns versteckt? Um uns zu beeindrucken, da hätten auch ein paar Hundert Räume ausgereicht, die wir bestaunen können. Unter diesen Bedingungen würde kein vernünftiger Mensch mehr behaupten "Der Architekt hat das Haus nur alleine für uns geschaffen!".

Und nun die Analogie: Der Architekt ist Gott. Er hat - angeblich - ein Universum für uns geschaffen, bei dem die Analogie aber komplett versagt. Ein paar Tausend Räume können wir uns noch vorstellen, aber nicht die Aberbilliarden mal Aberbilliarden "Räume" im Universum.

Deswegen ist die Größe - und absolute Tödlichkeit und Unerreichbarkeit - ein Argument GEGEN Gott. Dieses Universum wurde ganz sicher nicht für uns geschaffen! Das kann man, anhand der Größe, mit einer Sicherheit ausschließen, gegen die alle anderen Sicherheiten sehr unsicher wirken. das Universum wurde auch nicht geschaffen, uns zu beeindrucken. Denn die Größe des Universums kennen wir erst seit kurzer Zeit. Unsere Vorfahren hatten noch genug Gründe, einen wohlwollenden Architekten anzunehmen - aber diese Gründe haben sich im absoluten Vakuum einer tödlichen Umgebung in Nichts aufgelöst.

April 22, 2015 - Willi Magel
Manchmal muss ich mich wundern.
Da gibt es Leute, die rennen bei jedem Spiel auf den Bieberer Berg, reisen teilweise den Kickers zu Auswärtsspielen hinterher, sind in allen möglichen Fanclubs und -gruppen, aber wenn es um die Stadt Offenbach geht, sind sie nur am schimpfen und mosern.
Ohne die Unterstützung der Stadt, die den Kickers schon wer weiß wie oft wieder auf die Beine geholfen hat, wäre der Verein wohl seit langem nicht mehr existent. Dass die dafür locker gemachten Steuergelder auch der Stadt für die Gestaltung fehlten, ist logisch.
Also lasst die Kritik, schaut euch nicht nur die dunklen Stellen an und helft lieber, zu verbessern. Wenn sich alle etwas für die Stadt engagieren, könnte Offenbach noch schöner werden, als es eigentlich schon ist!
http://de.wikipedia.org/wiki/Kickers_Offenbach

Zitate Donald Duck:

April 22, 2015 - Willi Magel
„Als verantwortungsbewusster Autofahrer weiß ich zumindest, was in solchen Fällen zu tun ist: Ziehen sie die Handbremse an, verlassen sie ruhig ihr Fahrzeug und treten Sie dem heimtückischen Hobel rabiat die rostigen Muttern aus dem Rad!“
„Schneebälle gibt es allemal, wenn pappen tut das Material!“
„Wo man raucht, da kannst du ruhig harren, Menschenfresser haben keine Zigarren.“

Kritik, ja, aber net meckern!

April 22, 2015 - Willi Magel
Ihr könnt sagen oder schreiben, was ihr wollt, ich liebe mein Offenbach.
Mag sein, dass die Beziehung irrational ist und die Liebe nicht erwidert wird; aber ich wurde hier geboren, bin hier aufgewachsen und habe hier tolle Erlebnisse gehabt.
Ich werde immer mit dieser Stadt und der Umgebung verbunden bleiben.
Deshalb bin ich nicht einverstanden, wenn Offenbach runtergeputzt und schlecht gemacht wird.
Alle Städte in Deutschland haben Probleme. Das hängt mit Globalisierung und falscher Politik zusammen.
Dazu kommt die weit verbreitete Stadtflucht: jeder, der etwas besser verdient, zieht in Vororte und in die Speckgürtel der Städte. Kein Wunder, dass die Innenstädte verkommen!