Ein Pimp unterwegs

Grinsend und mit vollen Taschen ging der Pimp zur Stadt, um seine Kröten auf den Kopf zu hauen.
Schon bei der zweiten Straßenecke fand er, was er suchte: ein kleiner Rummelplatz, voll mit kleinen Imbissbuden und Ständen mit Naschwaren.

Letztere boten solche Köstlichkeiten feil wie Zuckerwatte, Schaumwaffeln und Lebkuchenherzen.
Selbst längst verbotene Dinge wie Negerküsse, Magenbrot und anderes waren zu kriegen.

Der Pimp schlug zu: zuerst einige Kartoffelpuffer mir Apfelmus, die er mit einer eiskalten Fanta herunterspülte. Zum Nierenspieß und der nachfolgenden doppelten Bratcurry mit Pommfritz brauchte er nichts zu trinken, er wollte nicht zu früh voll sein.
Anschließend gönnte er sich am Hessenstand einen Handkäse mit Bauernbrot und Butter und eine Portion grüne Soße mit Rindfleisch und Salzkartoffeln, bevor er zu den Süsswaren überging.

Doch, gerade als er anfangen wollte, ging ein fürchterlicher Radau los. Mehrere Hundertschaften mit gefüllten Bierkrügen bewaffneten Lederhosenwandalen stürmten den kleinen Rummelplatz, grölten populistische Parolen und zerschmettern sofort jede Gemütlichkeit.
Traurig ging der Pimp nach Hause, immer noch mit einem Hungergefühl im Magen.

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